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Artenschutzhinweise

Artenschutzhinweise

Informationen zum Artenschutz

  1. Ihre Ansprechpartner für Fragen aus dem Bereich des Artenschutzes
  2. Was bedeutet Artenschutz?
  3. Wie wirken sich die artenschutzrechtlichen Bestimmungen auf den Bürger bzw. für den Einzelhandel aus?
  4. Was ist hinsichtlich Melde-, Buchführungs-, Kennzeichnungs- und Nachweispflichten zu beachten?

 

1. Ansprechpartner für Fragen zum Artenschutz:

Das Artenschutzteam des Stadtdienstes Natur und Umwelt befindet sich in der 2. Etage des Verwaltungsgebäudes Bonner Straße 100 in Solingen-Ohligs.

Dort stehen Ihnen vormittags für Fragen oder Informationen aus dem Artenschutz zur Verfügung:

Frau Karin Imgrund und Frau Rosalie Schröter
E-Mail: k.imgrund@solingen.de und r.schroeter@solingen.de
Zimmer 239
Fon: 290-6576
Fax: 290-6590

 


2. Was bedeutet Artenschutz?

Artenschutz bedeutet Schutz und Pflege wildlebender Tier- und Pflanzenarten. Dazu gehört, dass diese in ihrer natürlichen und historisch gewachsenen Vielfalt zu erhalten sind, ihre Entnahme aus der Natur zu verhindern oder wenigstens behördlich zu kontrollieren ist.

Deshalb sind weltweite, europäische und nationale Vorschriften erlassen worden, die der private Tier- und Pflanzenhalter, aber auch der Gewerbetreibende beachten muss.

Der Kernbereich des Artenschutzes ist die Kontrolle und Beschränkung der Entnahme von Tieren und Pflanzen aus der freien Natur sowie die Kontrolle und Beschränkung des Handels und des Besitzes von solchen Tieren oder Pflanzen.

Dem Artenschutz unterliegen sowohl lebende als auch tote Exemplare sowie Teile und Erzeugnisse dieser Arten (z. B. Schuhe aus Reptilienleder, Pelzmäntel, Korallen- oder Elfenbeinschmuck etc.).


3. Auswirkungen für den Bürger:

Für die Besitzer von exotischen Tieren richten sich die zu beachtenden Vorschriften danach, ob das Tier oder die Pflanze zu den streng geschützten Arten (sog. Anhang A) oder zu den besonders geschützten Arten (sog. Anhang B) gehört.

Geschützte Arten sind z. B. Papageien (Amazonen, Aras, Großsittiche), Greifvögel wie Adler, Falken etc., Singvögel, Meeres-, Land- und Sumpfschildkröten, Leguane, Schlangen etc.


4. Meldepflicht/Buchführungspflicht

Halter besonders geschützter Wirbeltiere müssen diese schriftlich anmelden, und zwar beim

Stadtdienst Natur und Umwelt
Artenschutzteam
Bonner Straße 100
42697 Solingen


Dies gilt insbesondere für bestimmte Papageienarten, Greifvögel oder Reptilien. Eine genaue Auflistung der meldepflichtigen Tierarten können Sie bei den Ansprechpartnerinnen der Abteilung Artenschutz erfragen.

Die schriftliche Anmeldung kann formlos erfolgen. Sie muss aber alle erforderlichen Angaben zu Art, Alter, Kennzeichen, Geschlecht, Erwerbsdatum, Herkunft, Vorbesitzer, Verwendungszweck usw. enthalten. Es könnte daher einfacher für Sie sein, unser
Formular Neuanmeldung
herunterzuladen und auszufüllen. Das Formular können Sie selbstverständlich auch im Büro Artenschutz erhalten und dort ausfüllen.

Außerdem ist jede Veränderung im Bestand, z. B. Tod, Nachzucht, Umzug etc. der Artenschutzbehörde zu melden.
Dazu können Sie das Formular Bestandsveränderungsanzeige ausfüllen.


Für Gewerbetreibende besteht statt der Meldepflicht eine Buchführungspflicht, aus der die Zu- und Abgänge von besonders geschützten Tieren und Pflanzen ersichtlich sind. Das vom BNA herausgegebene Buch "Nachweisbuch für geschützte Tiere" erfüllt alle Voraussetzungen, ebenfalls die von den Verbänden für die Vogelhaltung entwickelten Nachweisbücher.


Nachweispflicht

Als Nachweis der legalen Inbesitznahme durch Kauf oder Tausch müssen die Erwerber von besonders geschützten Tieren des Anhangs B Dokumente wie z. B. Rechnungen über den Kauf, Kaufvertrag, Lieferschein vorlegen, die die Herkunft des Tieres einwandfrei belegen.

Erwerber von streng geschützten Arten des Anhangs A müssen eine sogenannte Vermarktungsbescheinigung (früher Cites-Bescheinigung) als Nachweis vorlegen. Der Verkäufer muss diese Bescheinigung, falls noch nicht vorhanden, vor dem Verkauf des Tieres bei seiner zuständigen Artenschutzbehörde beantragen.

Bei Erwerb durch Nachzucht / Eigenzucht ist Voraussetzung, dass die Elterntiere bereits legal gehalten und gemeldet sind, sowie eine kontrollierte Umgebung, in der gezüchtet wird. Ein ordnungsgemäßer Zuchtnachweis kann erfolgen durch Nennung der Elterntiere, Kopien aus dem Zuchtbuch, (Foto-) Dokumentation über Brut- und Geburtsvorgänge, Datum der Meldung und Name der Behörde, der die Zucht des Exemplars gemeldet wurde.

Kennzeichnungspflicht für bestimmte besonders und alle streng geschützten Tierarten:

Die Kennzeichnung dient zur Identitätskontrolle der Tiere.

Seit dem 1.1.2001 besteht eine Kennzeichnungspflicht für bestimmte geschützte Tiere, darunter alleine 608 Vogelarten, aber auch alle streng geschützten Säugetiere und Reptilien (z. B. Schildkröten). Diese Pflicht gilt für alle Halter und Züchter und knüpft allein an den Tatbestand der Haltung und nicht wie bisher an die Vermarktung an. Die Kennzeichen ( z. B. Mikrochip-Transponder, Dokumentation oder geschlossener Fußring etc.) sind vorgeschrieben und richten sich in der Prioritätenfolge nach den körperlichen Eigenschaften der Tiere.

So ist für einige Schildkrötenarten z. B. eine Fotodokumentation vorgeschrieben.
Hinweise zur Fotodokumentation für Schildkröten
finden Sie hier.

Sachkundenachweis

Voraussetzung für die Haltung von besonders geschützten Tieren ist nach der Bundesartenschutzverordnung die Sachkunde des Halters.

Er muss über die erforderliche Zuverlässigkeit, ausreichende Kenntnisse über die Haltung und Pflege der Tiere und über die erforderlichen Einrichtungen verfügen, die sicherstellen, dass die Tiere nicht entweichen können und die Haltung den tierschutzrechtlichen Vorschriften entspricht. Die Sachkunde ist auf Verlangen der Artenschutzbehörde nachzuweisen.

 

Geschützte Art! Nicht mit der Maus jagen!




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